Backups und Datenrettung: Bedeutung und Umsetzung

Worum geht es bei Backups und der Datenrettung und warum sind sie wichtig?

Technisch gesehen sind Backups Sicherheitskopien von wertvollen Dateien, die in bestimmten Zeitintervallen angefertigt werden. Backups können einen permanenten Datenverlust verhindern, welcher aus einer Vielzahl von unerwarteten Ereignissen einhergehen kann, darunter Cyberangriffe, menschliche Fehler und Naturkatastrophen.

Die moderne Gesellschaft ist in hohem Maße von verschiedenen Informationen abhängig und diese sind meist digitalisiert – gespeichert auf Servern, Festplatten, NAS und anderen Arten von Speichergeräten. Daten sind mittlerweile extrem wichtig geworden und ihre Speicherung ist einer der wichtigsten Aspekte jedes Unternehmens. Während einige Unternehmen wichtige Dokumente immer noch in Papierform aufbewahren, sind die meisten zu digitalen Backups und Notfallwiederherstellungsplänen übergegangen – diese Fortschritte stellen sicher, dass Unternehmen keine finanziellen Verluste erleiden oder Marktanteile verlieren.

Daten sind für jedes Unternehmen von unschätzbarem Wert, da durch ihren Verlust Geheimnisse, Marketingstrategien, Kundendaten und vieles mehr preisgegeben werden können. Leider gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie solche wichtigen Informationen abhanden gehen können, darunter Naturkatastrophen, menschliches Versagen, Malware-Angriffe usw. Immer wieder fielen Regierungsinstitutionen, Unternehmen und Konzerne weltweit diesen unerwarteten Umständen zum Opfer, was sie Millionen von Dollar an Schäden und verlorenes Kundenvertrauen kostete.

Die Aufbewahrung und Wiederherstellung von Daten ist aber nicht nur für Unternehmen nützlich, denn auch Privatanwender haben viel zu verlieren – Studenten, die eine Arbeit schreiben, Mitarbeiter, die während der Corona-Pandemie zu Hause arbeiten, Menschen, die ihre unschätzbaren Fotos ihrer Familie und Freunde aufbewahren, sind nur einige Beispiele für unschätzbaren Datenverlust.

Das Erstellen von Backups, sowie die Wiederherstellung von Daten wird von normalen Computernutzern aus zahlreichen Gründen völlig anders als bei Unternehmen umgesetzt. Große Unternehmen setzen dedizierte IT-Sicherheitsteams ein, um regelmäßig Backups einzurichten und zu pflegen. Heimanwender sind etwas weniger gut organisiert und viele schätzen die Bedeutung von anständigen Backups erst nach einem Verlust von wertvollen Dateien. Darüber hinaus kommt natürlich hinzu, dass Privatanwender nicht über die finanziellen Ressourcen verfügen, um teure Backup-Prozesse aufrechtzuerhalten.

Aus diesem Grund müssen sich Computernutzer selbst um Backups kümmern, um ihre Dateien vor permanenten Verlust zu schützen. In diesem Artikel werden wir Datenverlust, Datenwiederherstellung, Methoden der Aufbewahrung und vieles mehr betrachten.

Wie können Daten verloren gehen?

Jeder weiß, wie man Dateien auf dem Computer erstellt – man lädt sie über das Internet herunter, erstellt neue Dateien über Programme, kopiert sie über externe Speichergeräte wie USB-Sticks usw. Wie Dateien jedoch verloren gehen können, ist einer der Hauptfaktoren, um zu verstehen, warum angemessene Datensicherungs- und Wiederherstellungspraktiken so wichtig sind.

Alle Daten, die auf einem Computer gespeichert sind, können auf die eine oder andere Weise verloren gehen – im Folgenden sind einige Beispiele dafür, wie Daten in einem kurzen Augenblick verschwinden können.

Versehentlicher Datenverlust und menschliches Versagen

Maschinen sind zwar nicht perfekt, aber so konstruiert, dass ohne äußere Faktoren keine Fehler passieren sollten. Menschen sind in dieser Hinsicht jedoch anders und sie machen ständig Fehler – es gibt also viele verschiedene Möglichkeiten, wie man selbst versehentlich Daten auf dem Computer zerstören kann. Hier sind ein paar Beispiele:

  • Beschädigung von Computerkomponenten, wie das Verschütten von Kaffee auf der Hauptplatine oder anderen wichtigen Hardwareteilen.
  • Verlust eines mobilen Geräts, das wichtige Daten speichert – Telefon, Laptop oder Tablet.
  • Unbemerkter Speicherplatzmangel und Verlust von Dokumenten, bevor sie auf dem lokalen Laufwerk gespeichert werden konnten.
  • Das direkte Löschen einer Datei, ohne sie in den Papierkorb zu verschieben.

Hardware- und Software-Versagen

Es ist kein Geheimnis, dass sich Computerkomponenten mit der Zeit abnutzen und ersetzt werden müssen, um den reibungslosen Betrieb eines Heimcomputers oder einer Arbeitsstation zu gewährleisten. In einigen Fällen können Hardwareteile wie HDDs (Festplattenlaufwerke) oder SSDs (Solid State Drives) auch aufgrund von Herstellungsfehlern oder anderen Fehlern im Produktionsprozess ausfallen. Das Gerät kann zwar mithilfe der Garantie ersetzt werden, aber die im Inneren befindlichen Daten sind für immer verloren.

Altersbedingte Hardware-Fehler sind nicht die einzigen, die zu einem dauerhaften Datenverlust führen können. In einigen Fällen können Komponenten unsachgemäß behandelt werden – ein Fall auf dem harten Boden, die Lagerung unter falschen Bedingungen und vieles mehr. Hardware-Ausfälle sind für mehr als 40% des permanenten Datenverlusts verantwortlich.

Software-Fehler können ebenfalls zu Datenverlust führen – Programme können aus verschiedenen Gründen abstürzen und die neueste Version einer Datei nicht speichern.

Diebstahl

Die Zeiten, in denen Informationen nur auf Desktop-Computern gespeichert werden, sind längst vorbei, da mobile Geräte wie Laptops, Tablets und Handys nun im Mittelpunkt stehen. Den Statistiken zufolge sind heute mehr als die Hälfte der Nutzer über Telefone und andere mobile Geräte mit dem Internet verbunden.

Leider können diese mobilen Geräte auch gestohlen werden, selbst wenn Sie in einer Gegend leben, in der solche Vorfälle selten vorkommen. Andererseits könnte man das Handy auch einfach im Bus vergessen.

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass es zu Einbrüchen in Häusern und am Arbeitsplatz kommen kann – Kriminelle nehmen oft die wertvollsten Gegenstände mit. Computer und andere Speichergeräte werden auf dem Schwarzmarkt für Profit verkauft. In Anbetracht dessen können auf diese Weise auch sensible Informationen kompromittiert werden.

Malware

Cyberinfektionen gehören zu den prominentesten Arten von Straftaten. Dies ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass Daten eines der wichtigsten Güter für ein Unternehmen oder die Regierung sind. Einer der häufigsten Beweggründe für Kriminelle ist Geld, und es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie sie finanziell davon profitieren können, Unternehmen oder Privatanwender mit bösartiger Software zu infizieren.

Es gibt viele verschiedene Arten von Malware, die für verschiedene bösartige Zwecke eingesetzt werden können, darunter:

  • RATs (Remote Access Trojans, dt. Fernzugriffstrojaner)
  • Rootkits
  • Würmer
  • Kryptominer
  • Spyware

Jede Art von Malware kann zwar zu Dateizerstörung und Datenverlust führen, aber die größte Bedrohung in dieser Kategorie ist immer noch Ransomware. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Ransomware-Vorfälle. Während einige Angreifer sich für die „große Beute“ entscheiden und große Unternehmen anvisieren, konzentrieren sich andere auf normale Computernutzer und fordern Lösegelder, die bis zu 1.000 Dollar oder sogar mehr betragen können.

Naturkatastrophen

Naturkatastrophen sind zwar nicht alltäglich, können aber dennoch auftreten und nicht nur Möbel, normale Haushalts- oder Bürogegenstände, sondern auch Computer und mobile Geräte erheblich beschädigen. Die Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit einer Katastrophe hängt stark von dem Standort ab und kann alles von Erdbeben, Orkane, Tornados bis hin zu Vulkanausbrüchen umfassen.

Diese Ereignisse sind in der Tat extrem, aber auch wenn Sie nicht in solch einer Zone leben, dürfen Sie nicht vergessen, dass es viele andere natürliche Risikofaktoren gibt, z.B. zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, Hausbrände, elektrische Überspannungen, Überschwemmungen und andere alltägliche Probleme, die Ihren Computer oder Ihr Handy vollständig zerstören könnten.

Digitale und physische Backups

Einer der wichtigsten Schritte ist, dass Backups niemals auf demselben Medium aufbewahrt werden sollten. Wenn Sie zwei Festplatten verwenden und eine davon kaputt geht, möchten Sie im Wesentlichen eine Kopie Ihrer Dateien auf der zweiten Festplatte aufbewahren, um Datenverlust zu vermeiden. Mit anderen Worten: Inkorrekt angefertigte Backups könnten völlig nutzlos sein.

Für das Speichern der Backups haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie können sie wahlweise auf einem physischen Laufwerk, einem getrennten Speicher oder einer Kombination aus beidem aufbewahren.

  • Hardware zur Datenspeicherung. Es gibt viele verschiedene Geräte, die für das Speichern von Backups verwendet werden können, z.B. reguläre Festplatten, SSDs, USB-Sticks, DVDs, lokale Dateiserver (NAS) usw. Die Verwendbarkeit dieser Geräte hängt in hohem Maße von Ihrer persönlichen Situation und von Faktoren wie der Menge der zu sichernden Daten, der Häufigkeit, mit der Sie diese Sicherungen erneuern müssen, oder der Verfügbarkeit dieser Komponenten ab.
    Unabhängig davon, für welches Gerät Sie sich entscheiden, sollten Sie es sofort vom Primärsystem trennen, da sonst das gesamte Verfahren völlig wertlos wäre.
  • Entfernte Speicherung in der Cloud. Die Fernspeicherung ist einer der wichtigsten Methoden geworden, mit denen Unternehmen und Organisationen ihre Backups sichern. Wenn Sie viele Daten zu sichern haben, sind physische Geräte möglicherweise nicht das Beste für Sie, da Sie immer wieder neue Geräte kaufen müssten, sobald Ihnen der Speicherplatz ausgeht. Außerdem sind digitale Sicherungen viel einfacher vorzubereiten und zu warten.
    Wenn Sie sich für einen Cloud-basierten Dienst entscheiden, stellen Sie sicher, dass Sie ihm vertrauen können – das Unternehmen muss die notwendigen Vorkehrungen treffen, um Ihre Dateien vor unbefugtem Eindringen zu schützen und sie verschlüsseln. Einer der Hauptnachteile eines digitalen Speichers ist, dass er nicht kostenlos ist – der Dienst wird normalerweise auf monatlicher oder jährlicher Basis in Rechnung gestellt.

Datenrettungssoftware kann viele schwierige Situationen nach einem Datenverlust verhindern

Vorkehrungen sind beim Umgang mit Daten äußerst wichtig. Während viele Unternehmen und Konzerne bereits eine wichtige Lektion in Bezug auf Datenverlust oder -schäden gelernt haben, sind normale Computernutzer in dieser Hinsicht immer noch sehr blauäugig. Aus diesem Grund haben Ransomware-Varianten wie Djvu großen Erfolg und erpressen weltweit Tausende von Dollar von Computernutzern, die ihre wertvollen Dateien nicht verlieren wollen.

Eines der wichtigsten Missverständnisse ist, dass eine Anti-Malware die verschlüsselten Dateien wieder in den Normalzustand zurückbringt. Leider könnte dies nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein, da Daten auch dann verschlüsselt bleiben, wenn die Malware eliminiert ist (falls eine solche vorhanden ist). Hierdurch versuchen viele Betroffene verzweifelt ihre Dateien wiederherzustellen, ohne Kriminelle zu bezahlen. Der einfachste Weg zur Datenwiederherstellung ist nach wie vor sie mithilfe von früher angefertigten Backups wiederherzustellen.

Da sich die meisten Benutzer nicht um Backups kümmern, suchen sie weiterhin nach anderen Methoden, um ihre verlorenen Dateien zu retten. Eine der besten Lösungen ist der Einsatz von Datenrettungssoftware. Obwohl sie nicht bei verschlüsselten Dateien sehr effektiv ist, ist sie dennoch eine großartige Lösung für alle anderen Fälle.

Wenn Sie nach einer guten Lösung für die Datenrettung ohne Backups suchen, empfehlen wir die Verwendung von Data Recovery Pro – seine innovative und effektive Technologie hilft Dateien von externen Geräten oder formatierten Laufwerken wiederherzustellen und sogar E-Mails und ihre Anhänge zu retten. Die Anwendung führt Schritt für Schritt durch den Wiederherstellungsprozess, unterstützt das Suchen nach Stichwörtern und bietet eine Dateivorschau für Musik-, Bild- und Videodateien an.

Über den Autor
Lucia Danes
Lucia Danes - Sicherheitsforscherin

Lucia Danes ist die Nachrichtenredakteurin von UGetFix. Sie ist immer unterwegs, denn die Begierde nach Wissen treibt sie rund um den Globus und nach InfoSec-Events und Konferenzen.

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